Raimund Muller
Head of ETF & Index Fund Sales Switzerland and Liechtenstein

In den letzten Jahren hat der S&P 5001 eine hervorragende Wertentwicklung hingelegt2 , angetrieben von wenigen, grossen Technologieunternehmen, den sogenannten «Magnificent 7». Wie die jüngsten Marktentwicklungen jedoch aufzeigen, birgt eine solche Konzentration Risiken. Abhilfe können gleichgewichtete ETFs auf den S&P 500 schaffen.

Exchange Traded Funds (ETFs) sind nicht mehr vom Aktienmarkt wegzudenken. Der weitaus grösste Teil der Investments liegt in ETFs, die im Index in Aktien gemäss ihrer Marktkapitalisierung investieren. Damit konzentriert sich der Löwenanteil der Anlagen oft in den Schwergewichten des jeweiligen Index.

Anders verhält es sich bei gleichgewichteten ETFs. Hier wird die Anlagesumme über alle Titel zu gleichen Teilen investiert, unabhängig von der Grösse des Unternehmens. Dieser Ansatz bietet einige entscheidende Vorteile.

Bessere Diversifikation

Am Beispiel des S&P 500 lässt sich gut nachvollziehen, weshalb eine Gewichtung nach Marktkapitalisierung problematisch sein kann. Aktuell wird der Index von den “Magnificent 7” Microsoft, Apple, Alphabet, Nvidia, Meta, Amazon und Tesla dominiert, diese machen zurzeit rund 30% der Marktkapitalisierung im S&P 500 aus (vgl. Abbildung 1). Diese Konzentration kann sich über die Zeit verändern, wenn beispielsweise der Technologiesektor boomt wie 2023 und 2024 oder ins Gegenteil umschlagen wie es sich im 1. Quartal 2025 zeigte.

Abbildung 1: Beispiellose Konzentration der Indexschwergewichte

In den vergangenen gut 25 Jahren ist die Marktkapitalisierung der “Magnificent 7” von rund 20% auf 30% angestiegen. Die grössten zehn Unternehmen machen rund 35% aus.

Das Diagramm zeigt den prozentualen Anteil der Top-10-Unternehmen im S&P 500-Index und der Magnificent 7 im S&P 500-Index. Die y-Achse links stellt den prozentualen Anteil der "Top 10 Unternehmen im S&P 500 (%)" dar, während die y-Achse rechts den Anteil der "Magnificent 7 im S&P 500 (%)" darstellt. Die x-Achse repräsentiert die Jahre von Dezember 1998 bis Februar 2025.

Durch die gleichgewichtete Allokation in alle Titel erzielt der S&P 500 Equal Weight Index eine bessere Diversifikation – und zwar sowohl aus Sektorenbetrachtung als auch über einzelne Unternehmen. So erhöht sich auch die Chance, an der Wachstumsstory eines kleineren oder mittelgrossen Unternehmens zu partizipieren. Betrachtet man die langfristige Wertentwicklung der beiden Indizes, übertrifft dann auch der gleichgewichtete Index seinen Konkurrenten meistens.

Gegen den Herdentrieb

Ein weiterer Vorteil des gleichgewichteten Index ist das regelmässige Rebalancing3. Jedes Quartal werden die Verschiebungen ausgeglichen, die sich aus der unterschiedlichen Performance der einzelnen Titel ergeben haben. Während die Herde der Anlegerinnen und Anleger sich bei den Topperformern anzuhängen versucht und damit die Kurse in die Höhe treibt, folgt der gleichgewichtete Index automatisch einer “Contrarian”-Strategie, indem Titel, die überdurchschnittlich entwickelt haben, verkauft und Underperformer gekauft werden.

Das regelmässige Rebalancing schützt Anlegerinnen und Anleger gleichgewichteter ETFs auch vor Blasen. So zeigt sich, das der S&P 500 Equal Weight Index in der Dotcom-Krise besser abgeschnitten hat als der S&P 500 (vgl. Abbildung 2).

Abbildung 2: Langfristige Outperformance des S&P 500 Equal Weight

Das Liniendiagramm vergleicht die Performance des S&P-500-Index und des S&P-500-Equal-Weight-Index von Dezember 1998 bis Februar 2025. Die x-Achse stellt die Jahre von 2000 bis 2025 dar, während die y-Achse den Indexwert darstellt.

Gleichheit hilft Wertentwicklung

Der S&P 500 Equal Weight Index braucht auch den Vergleich mit verschiedenen S&P Benchmarks nicht zu scheuen. In den 20 Jahren von der Lancierung im Januar 2003 bis im Januar 2023 konnte dieser mit einer annualisierten Performance von 11.48% nicht nur den S&P 500 (10.29%), sondern auch den S&P 500 Growth (10.88%), den S&P MidCap 400 (10.84%), den S&P SmallCap 600 (10.67%) und den S&P 500 Value (9.33%) deutlich distanzieren.

Historische Performanceindikatoren und Finanzmarktszenarien sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Performance. Dies stellt keine Garantie von ۶Ƶ Asset Management dar. ETFs und Indexfonds investieren in US-Aktien und können daher erheblichen Wertschwankungen unterliegen. Jeder Fonds hat spezifische Risiken, die sich unter ungewöhnlichen Marktbedingungen deutlich erhöhen können. Das Hauptrisiko von US-Aktien besteht darin, dass es aufgrund der Konzentration der Investition in US-Aktien an Risikostreuung mangelt.

Gleiches Gewicht, grosses Potenzial

Mit ETFs vom gleichgewichteten Investieren profitieren. Gleichgewichtetes Investieren vermeidet Ükonzentrationen in einzelnen Unternehmen und reduziert so das Risiko, das mit der Dominanz weniger Unternehmen verbunden ist. Es nutzt den "Rebalancing-Effekt", indem es systematisch bei unterbewerteten Aktien zukauft und bei überbewerteten verkauft, was langfristig zu höheren Renditen führen kann. Historisch betrachtet haben gleichgewichtete Indizes häufig ihre kapitalgewichteten Pendants übertroffen, besonders in Phasen, in denen grosse Marktführer nicht dominieren. Darüber hinaus profitieren Anlegerinnen und Anleger von einer höheren Dividendenrendite eines gleichgewichteten S&P 500 Index (1,89%) im Vergleich zu jener des marktgewichteten S&P 500 Index (1,3%). Effizient erschliessen, können Anlegerinnen und Anleger diese Vorteile mit dem synthetisch replizierten ۶Ƶ ETF (IE) S&P 500 Equal Weight SF UCITS4ETF.

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